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Vom Umgang mit Diktatur
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© Stefanie Kulisch

Lea

17 Jahre, aus Hannover, lebt in Ludwigsfelde (Brandenburg Teltow-Fläming), in der Nähe von Berlin

Warum hast du dich für den Workshop beworben, was waren deine Erwartungen?

Ich finde das Thema Diktatur sehr interessant, weil meine Eltern aus der ehemaligen DDR kommen. Sie erzählen mir sehr viel von der damaligen Zeit, wie es war, in der DDR zu leben, und auch, welche Unterschiede es zum heutigen vereinten Deutschland gibt. Meine Erwartungen waren, dass ich sehr viel Neues lerne und dass ich erfahre, wie andere Menschen mit der Diktatur gelebt haben, welche Erfahrungen sie gesammelt haben – und ob sie sich von dem, was meine Eltern mir erzählt haben, unterscheiden.

Was hat dir an diesem Workshop am besten gefallen? Was wird dir in Erinnerung bleiben?

Mir hat am besten gefallen, dass unsere Betreuer*innen sehr nett und freundlich waren und uns sehr gut während des gesamten Podcast-Workshops begleitet haben. Außerdem wird mir das wunderschöne Schloss Genshagen, aber auch das Zeitzeug*inneninterview in Erinnerung bleiben. Für mich waren es diese beiden Dinge, die dem ganzen Erlebnis die Krone aufgesetzt haben.

Was fandest du nicht so gut, was war für dich schwierig?

Es gibt tatsächlich nichts, was mir nicht gefallen hat. Ich fand es aber schwierig, als wir die Fragen für die Zeitzeug*inneninterviews formuliert haben, die richtigen Worte zu finden. Denn diese Personen haben Schreckliches erlebt und sind geflüchtet und ich hatte Bedenken, ob die Fragen wirklich angemessen und empathisch formuliert sind. Die Zeitzeug*innen haben uns von ihren Erlebnissen berichtet und es war wichtig, respektvoll zu sein und ihre Grenzen nicht zu überschreiten. Das fand ich schwierig und ehrlich gesagt denke ich jetzt immer noch darüber nach, ob alles richtig formuliert war und sich die Zeitzeug*innen auch wohl gefühlt haben.

Wie wichtig war es für dich neben dem Umgang mit Archivmaterial, ins Gespräch mit Zeitzeug*innen zu kommen? Hast du beim Workshop viel Neues gelernt?

Man kann ein persönliches Gespräch mit Zeitzeug*innen nicht mit Archivmaterial vergleichen. Das Interview war für mich das Highlight des Workshops, da man sozusagen von erster Hand Erfahrungen und Erlebnisse geschildert bekommen hat. Man konnte den Zeitzeug*innen direkt gegenübersitzen und das Thema Diktatur und Flucht war auf einmal ganz nah. Ich finde allgemein, dass solche Interviews und Gespräche mit Zeitzeug*innen extrem wichtig sind. Mich haben sie auch emotional mitgenommen und ganz anders für das Thema Diktaturerfahrungen emotionalisiert, als es Archivmaterial kann.

Was willst du der Welt noch über dich sagen?

Mein größter Traum wäre, einmal ein Buch zu veröffentlichen, das im besten Fall auch sehr viele Leute lesen und vielleicht ganz viel daraus mitnehmen können, und dass ich vielleicht so nicht in Vergessenheit gerate.

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